Stiftungsformen

Engagieren Sie sich zu Lebzeiten
i
n Ihrer Stiftung und tragen Ihre Vision weiter. So können auch Sie Maßstäbe setzen. Durch die Einrichtung einer eigenen Stiftung können Sie zudem Steuervorteile nutzen. Mehrere Modelle sind möglich:


Rechtsfähige Stiftung gründen
Grundlage für rechtsfähige Stiftungen ist die einseitige Willenserklärung des Stifters (zu Lebzeiten, in einem Testament oder Erbvertrag) sowie die staatliche Anerkennung durch die Stiftungsbehörde des Landes, in dem die Stiftung ihren Sitz hat. Die Stiftung benötigt eine Satzung, in der Namen, Sitz, Zweck und die Höhe des Vermögens festgelegt werden. Außerdem braucht die Stiftung einen Vorstand.

Der Vorteil: Diese Form der Stiftung wird meist genutzt, wenn der Stifter über ein hohes Kapital verfügt.


Treuhänderisch verwaltete Stiftung gründen
Bei treuhänderisch verwalteten Stiftungen überträgt der Stifter sein Stiftungsvermögen an die Bischöfliche Stiftung Gemeinsam für das Leben. Als Treuhänderin verwaltet sie dieses getrennt von eigenem Stiftungsvermögen. Der Stiftungszweck wird in einer in eigenen Satzung festgehalten. Meist erhält die Stiftung ein Gremium, das über die Verwendung der Stiftungsmittel entscheidet. Nach außen handelt der Treuhänder für die Stiftung.

Der Vorteil: Einfache und kostengünstige Verwaltung durch nutzbare Synergien unter dem Dach der Bischöflichen Stiftung Gemeinsam für das Leben.


Eine Stiftung durch einen Nachlass oder ein Testament gründen
Viele Menschen gründen ihre Stiftung bereits zu Lebzeiten. Dadurch könnnen Sie sich für den von ihnen gewählten Förderzweck stark machen. Es ist aber auch möglich, eine Stiftung mit einem Nachlass zu gründen. Damit geben Sie der Gesellschaft etwas von dem zurück, was Sie in Ihrem Leben erhalten oder erarbeitet haben. Im Testament bestimmen Sie den Stiftungszweck sowie den Namen der Stiftung. Außerdem legen Sie fest, wer den Vorstand übernimmt und mit welchem Grundstockvermögen die Stiftung ausgestattet werden soll.

Der Vorteil: Sie können sicher sein können, was nach Ihrem Tod mit Ihrem Erbe geschieht. Sie setzen damit ein bleibendes Zeichen für eine solidarische Welt. Ihr Nachlass kommt zu 100 Prozent dem Stiftungszweck zu Gute. -  Der Staat erhebt darauf keine Erbschaftssteuer.


Eine bestehende Stiftung unterstützen
Durch Spenden oder ein Testament können Sie bereits bestehende Stiftungen unterstützen. Durch eine solche Zustiftung wird deren Stiftungsvermögen aufgestockt. So werden Sie schnell und ohne bürokratischen Aufwand zum Stifter oder zur Stifterin. Dieser Schritt ist vor allem dann interessant, wenn es eine Stiftung gibt, die den ihnen wichtigen Zweck unterstützt.

Der Vorteil: Durch das 2007 in Kraft getretene "Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" können Sie innerhalb von zehn Jahren maximal eine Million Euro (als Ehepaar zwei Millionen) steuerlich wirksam zustiften. Wenn eine Erbschaft innerhalb von 24 Monaten an eine gemeinnützige Stiftung übertragen wird, fällt keine Erbschaftsteuer an. Bereits gezahlte Erbschaftsteuer wird zurückerstattet.